Leitbild

Unser Haus ist eine offene Übergangseinrichtung für psychisch erkrankte Erwachsene.

Die Intention unserer Einrichtung ist, jeder Bewohnerin und jedem Bewohner die Möglichkeit zu bieten, sozial, familiär und/oder beruflich sowie wohnlich in die Gesellschaft eingegliedert zu werden.
Die Betreuung erfolgt unter Berücksichtigung der Wünsche, Neigungen, wie auch des sozialen Umfeldes des einzelnen Bewohners. Im Rahmen eines strukturierten Therapieprogramms werden die individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten trainiert.

Aktives Mitgestalten der Therapie und Bereitschaft zum sozialen Miteinander in der Gruppe wird gefordert und gefördert.

Ebenso ist es uns wichtig, mit den Betreuern, Ämtern und Behörden vertrauensvoll und mit gegenseitiger Wertschätzung zusammen zu arbeiten.

Klientel

Der Aufenthalt in unserer Einrichtung findet gemäß §58 SGB XII im Rahmen des Gesamtplanverfahrens der bayerischen Bezirke statt. Die Bewohner und Bewohnerinnen kommen aus den Bezirkseinrichtungen Unterfrankens, aus anderen Heimeinrichtungen, im Rahmen einer gesetzlichen Betreuung oder aus eigenem Antrieb von zu Hause.

Nach ihrem Aufenthalt soll entweder der Prozess der Wiedereingliederung im Rahmen einer selbstständigen bzw. selbstständigeren Lebensführung in die Wege geleitet sein oder eine entsprechende Nachsorgeform gefunden werden.

Es können alle Arten von psychiatrischen Erkrankungen vorliegen: auch mit eventueller Doppeldiagnose wie "trockene" Alkoholiker, ehemalige Straffällige bzw. Drogenabhängige. Ausgenommen sind Patienten mit schwerer geistiger und/ oder körperlicher Behinderung wie auch dauernder Immobilität. Die Hilfe erfolgt im Regelfall über einen Zeitraum von zwei bis maximal fünf Jahre. Das Aufnahmealter liegt zwischen 18 und 65 Jahren.

Aufnahmekriterien

Bei Vorstellung in unserer Einrichtung muss der aktuelle Sozialbericht mitgebracht werden.

Bei Interesse an einer Aufnahme im Haus mit Sinn findet vorab ein ausführliches Kennenlerngespräch mit allen Beteiligten (Heimleitung, Interessent, evtl. Angehörige und/oder Betreuer) statt, in dem das Haus gezeigt wird und das Therapieprogramm und die Rechte und Pflichten des Personals und der Bewohner vorgestellt werden. Sollte dann weiterhin Interesse an einer Aufnahme bestehen, müssen der aktuelle Arztbrief mit Maßnahmeempfehlung und die Kostenzusage durch den zuständigen Sozialhilfeträger und der Sozialbericht vorgelegt werden. Bei Selbstzahlern entfällt dies.

Ziele

Ziel ist es, die Bewohner und Bewohnerinnen psychisch zu stabilisieren, ihren Tagesablauf sinnvoll zu strukturieren, ein höheres Maß an Selbstständigkeit im sozialen und beruflichen Bereich zu erzielen, familiäre und sonstige soziale Kontakte zu erhalten und zu fördern und sie auf eine eigenständige Lebensführung vorzubereiten.

Ebenso soll ihnen die Teilnahme am Leben in einer Gemeinschaft ermöglicht werden. Dabei wird den persönlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten entsprochen und die Entwicklung innerhalb eines längerfristigen Therapieprozesses gefördert. Vor der Wiedereingliederung eines/r Bewohners/in ist die Aufnahme in einer Wohngruppe (i.d.R. drei bis fünf Personen) in der Einrichtung erforderlich, in der die Mitglieder in eine Weiterentwicklungsphase (z.B. selbstständiges Einkaufen und Haushaltsführung) überführt werden, um so besser auf ein Leben außerhalb des Hauses vorbereitet zu sein.

Betreuungssystem

Unser Haus ist "rund um die Uhr" mit Fachpersonal besetzt.

Jeder Bewohner erhält bei Aufnahme eine Bezugspflege (ein/e Mitarbeiter/in des Hauses), mit der er zusammen den individuellen Therapieplan bespricht und ausarbeitet. Die Bezugspflege hält auch den Kontakt zu den zuständigen ämtern und Behörden, die für das aktuelle und das zukünftige Fortkommen zuständig sind. Hier wird Hilfestellung gegeben, z.B. beim Ausfüllen von Anträgen oder beim notwendigen Schriftwechsel mit dem zuständigen Sozialhilfeträger, Betreuer oder sonstigen Behörden. Zudem ist er/sie für die Kontrolle der Sauberkeit des persönlichen Umfeldes des Betreuten und dessen Erfüllen der Aufgaben im hauswirtschaftlichen Bereich zuständig.

Nach dem Einleben kann der Bewohner auf Wunsch die Bezugspflege wechseln.

Grundsätzlich sind für Fragen und Probleme der Bewohner alle Mitarbeiter der Einrichtung Ansprechpartner.


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